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function updateHeaderHeight() {
        // Get the height of #brx-header
        const headerHeight = document.querySelector('#brx-header').offsetHeight;
          
        // Store the height in the CSS custom property --header-height
        document.documentElement.style.setProperty('--brxw-header-height', headerHeight + 'px');
    }

    // Execute the function as soon as the document is ready
    document.addEventListener('DOMContentLoaded', function() {
        updateHeaderHeight();  // Initial update of header height when the document is ready

        // Update the header height on window resize and orientation change
        window.addEventListener('resize', updateHeaderHeight);
        window.addEventListener('orientationchange', updateHeaderHeight);
});

Wissen über die Marktgärtnerei

Grundlagen

Von den Grundlagen über die Gründung bis zur Wirtschaftlichkeit: gebündeltes Praxiswissen aus drei Jahren Forschung der Operationellen Gruppe und vielem mehr: hier bündeln wir, was Marktgärtner:innen, Forschende und Praktiker:innen über die Jahre erarbeitet haben. Neue Erkenntnisse, Werkzeuge und Erfahrungsberichte kommen laufend dazu.

Definition, Prinzipien & Vorteile

Bei der Marktgärtnerei handelt es sich um einen biointensiven, ressourcenschonenden Gemüseanbau auf kleiner Fläche im Rhythmus der Jahreszeiten. Frei übersetzt bedeutet Market Gardening „Gärtnern für den Markt“ – das Gemüse wird ohne Zwischenhändler:innen direkt an die Konsument:innen verkauft. Die Kund:innen sehen, woher ihre Lebensmittel stammen, und die Marktgärtner:innen wirtschaften effizient, energiearm und klimaschonend.

Warum kleine Flächen so produktiv sind

Enge Bepflanzung und schmale Beetabstände nutzen den knappen Platz optimal aus, ermöglichen effizientes Arbeiten und geben Beikräutern wenig Chancen. Betreten werden nur die dazwischenliegenden Wege – so wird Bodenverdichtung vermieden. Durch Gründüngung, geplante Fruchtfolgen, schonende Bearbeitung und Kompost bleibt der Boden gesund, fördert Kleinstlebewesen und bindet CO₂.

 

Das Besondere: Die Marktgärtnerei ermöglicht Menschen einen Neueinstieg in die Landwirtschaft – oft ohne Hofübernahme oder Traktorführerschein. Viele erfolgreiche Betriebe werden von Quereinsteiger:innen geführt.
 

 

Die Vorteile auf einen Blick

  • Geringer Kapitalbedarf: Wenig Fläche, einfache Technik, niedrige Investitionskosten.
  • Hohe Flächeneffizienz: Außergewöhnlich hohe Erträge pro Quadratmeter.
  • Klimaschonend: Kaum Maschineneinsatz, gesunder Boden, kurze Transportwege.
  • Sinnstiftend & familienfreundlich: Attraktive Arbeitsbedingungen durch gute Planung.
  • Regionale Versorgungssicherheit: Stärkt lokale Strukturen und reduziert Importabhängigkeit.

Das verbindet alle BEtriebe

Diesieben Prinzipiender Marktgärtnerei

Jede Marktgärtnerei ist anders – so vielfältig wie das Gemüse, so vielfältig sind die Menschen dahinter. Diese Grundsätze haben sie aber gemeinsam.

1. Frische

Erntefrisch und schnell geliefert.

Gemüse aus Marktgärtnereien wird ohne lange Transportwege erntefrisch vermarktet. Meist sind es nur wenige Stunden, die das Gemüse vom Beet bis auf den Teller unterwegs ist. Das garantiert höchste Qualität und unvergleichbar vollen Geschmack.

2. Vielfalt

wichtig für Mensch und Tier...

Marktgärtnereien haben sich der Vielfalt verschrieben. Die meisten Betriebe haben zwischen 30 und 50 verschiedene Gemüsekulturen im Sortiment. Alte Sorten und außergewöhnliche Raritäten finden hier ebenso Platz wie echte Klassiker.

3. Handarbeit

auf du und du mit jeder Ernte...

Marktgärtnereien werden überwiegend in Handarbeit bewirtschaftet. Die Voraussetzung dafür sind richtig kleine Anbauflächen – in der Regel zwischen 1000 m2 und einem Hektar. Charakteristisch sind die genau für diese Bedingungen konzipierten Kleinwerkzeuge und der von vielen Marktgärtnereien eingesetzte Einachsschlepper.

4. Beziehung

Vertrauen durch Nähe...

Direkter Kundenkontakt und persönliche Beziehungen spielen in der Marktgärtnerei eine wichtige Rolle. Konsumenten und Produzenten suchen wieder bewusst den Austausch und lernen voneinander. Dadurch wächst Vertrauen und das Bewusstsein für naturnahe Lebensmittelproduktion.

5. Regionalität

das Gute liegt oft nah...

Lange Transporte über Bundesländer- oder gar Ländergrenzen hinweg gibt es bei Marktgärtnereien nicht. Die meisten Marktgärtnereien verkaufen ihr Gemüse an die lokale Bevölkerung in der näheren Umgebung. Damit wird die regionale Wirtschaft gestärkt und die Lebensmittelversorgung vor Ort gesichert.

6. Saisonalität

die Natur ist perfekt so wie sie ist...

Jede Jahreszeit hat ihren ganz besonderen Geschmack. In Marktgärtnereien werden immer nur jene Gemüsekulturen verkauft, die in der jeweiligen Region gerade Saison haben. Ressourcenschonend und ohne aufwendige technische Anlagen wird so im Jahresverlauf eine stetig wechselnde Gemüsevielfalt erlebbar.

7. Zukunft & Nachhaltigkeit

"wenn wir nicht auf unsren Boden acht´n, kömma uns eingrab´n..."

Marktgärtnereien sind zukunftsorientiert. Alles Handeln ist auf ein lebenswertes, naturnahes Morgen ausgerichtet. Dabei wird größte Rücksicht auf die Förderung der Bodengesundheit und den Erhalt der Artenvielfalt genommen. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Mineraldünger ist dabei selbstverständlich.

Die Prinzipien der Marktgärtnerei basieren auf der Begriffsarbeit von Wolfgang Palme (Leiter der Abteilung für Gemüsebau an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn). Sie wurden von der Vernetzungsgruppe “Market Gardening Austria” weiterbearbeitet und schließlich auch von unserem Verein übernommen.

Und so sieht Marktgärtnerei aus:

Almgrün (Oberösterreich)

Beetwirtschaft (Niederösterreich)

Grand Garten (Niederösterreich)

Krautwerk (Niederösterreich)

Klauserei (Niederösterreich)

Kleine Farm (Steiermark)

Foto: Johannes Pelleter

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