Marktgärtnereien kennengelernt:
Hier findet ihr die Interviews aus der Newsletter-Rubrik: „Nachgefragt – wir wollen uns kennenlernen“
Interviews:
Nachgefragt bei Lorenz Laabmayr
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Meine ersten praktischen Schritte im Gemüseanbau machte ich beim Hof der alten Sorten in Anthering. Schwerer Lehmboden und hungrige Schnecken verlangten nach effizienten Lösungen, weshalb ich dann durch einen Betrieb in der Nähe auf das Market-Gardening-Prinzip gestoßen bin. Die geringeren Einstiegskosten im Vergleich zum klassischen Ackerbau, die schonende Bodenbearbeitung, eine enorme Sortenvielfalt und Ernährungsouveränität in jeder Ortschaft zu sichern, überzeugten mich dieses System zu wählen.
Was ist dein Schwerpunkt?
Da der Fokus in meinem Gründungsjahr auf dem Aufbau der Infrastruktur lag, bewirtschafte ich aktuell allein rund 600 von insgesamt 7000 m2 Ackerfläche. Für die kommenden Saisonen habe ich vor, mehrjähriges Gemüse, Kräuter, Speisepilze sowie Selbsternteparzellen zu integrieren. Ich bin absolut offen für den fachlichen Austausch oder gemeinsame Projekte mit Betrieben, die ähnliche Projekte umsetzen oder umsetzen wollen.
Welcher Tipp hat dir besonders geholfen? Was möchtest du weitergeben?
Praxis vor Theorie: Sammle ausreichend Praxiserfahrung auf bestehenden Betrieben und in Seminaren, aber warte nicht zu lange auf den perfekten Moment, denn er wird nie kommen. Nach dem Motto „learning by doing“.
Infrastruktur smart planen: Wasserleitungen mit einer Grabenfräse statt mit dem Bagger verlegen und die Bewässerung unbedingt vor dem Vergraben testen.
Digitale Tools nutzen: Frühzeitig auf professionelle Anbauplanungssoftware setzen, um bei Terminverschiebungen nicht mühsam alles in Excel umschreiben zu müssen.
Welche Fehler würdest du nicht wiederholen? Welche Kultur würdest du nicht mehr anbauen?
Ich werde definitiv nie wieder in diesem Ausmaß Zucchini anbauen. Wenn die Hauptschwemme einsetzt, haben viele Restaurants Betriebsurlaub oder ziehen selbst im Garten welche, und auch Hobbygärtner versorgen gefühlt ganze Siedlungen damit. 😅
Wer steckt dahinter -> Robert aus dem Verein

Marktgärtnerei:

Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Ich bin ein Marktgarten-Quereinsteiger. Ich habe zuletzt im Marketing und internationalem Event Management gearbeitet. Die Natur war mir in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bergsport wichtig. Die Liebe zu den Bergen, den Gletschern und dem Schnee waren es aber auch, mich zum Umdenken zu motivieren und so hab ich mein internationales Arbeitsumfeld verlassen und einen Permakultur Kurs besucht. Dort habe ich das Konzept Marktgärtnerei näher kennengelernt. Es klang so sinnstiftend, dass ich es unbedingt probieren wollte.
Zum Verein bin ich über die Ausschreibung gekommen und bin dort seit Juli 2025 geringfügig tätig.
Was machst du im Verein?
Ich bin für die administrativen Agenden im Verein verantwortlich: unterstütze bei der Mitgliederverwaltung, beantworte E-Mails und Anfragen, verfasse den Newsletter und helfe bei verschiedenen Projekten des Vereins, wie z.B. das Versenden von Infomaterial. Vor kurzem habe ich gemeinsam mit Andrea und Livia sowie dem Team von Beetgemüse das Sommerfest organisiert. Im Winter wird dann wieder das Jourfixe gemacht … – Mir wird also so schnell nicht fad. 🙂
Was ist dir im Zusammenhang mit (dem Verein) Marktgärtnerei besonders wichtig?
Ich denke, dass Marktgärtner einen sehr besonderen Beruf machen und in Hinblick auf die klimatischen Veränderungen einen sehr wertvollen Beitrag zur Lebensmittelversorgung leisten. Auch wenn das Bewusstsein noch nicht überall etabliert ist, wird die Art und Weise der Bewirtschaftung noch an großer Relevanz gewinnen.
Innerhalb des Vereins begeistert mich vor allem das offene und kooperative Verhalten unter den Betrieben. Eine echte Wohltat, vor allem wenn man aus einem besonders performance- und konkurenzorientierten Bereich der Privatwirtschaft kommt.
Gibt es etwas, dass du unseren Lesern noch mitteilen willst?
Ich möchte gerne eine gute Freundin zitieren:
„Einfach machen, könnte ja gut werden.“
Egal, ob du über das Gründen einer Marktgärtnerei nachdenkst, oder Ideen bzw. Möglichkeiten hast, wie du deinen regionalen Betrieb noch besser unterstützen kannst. Versuche es einfach – könnt ja sein, dass du andere positiv damit inspirierst.
Nachgefragt bei Sandra und Hannes Schwaiger

Marktgärtnerei:
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Mein bis an den Rand ausgebuchtes Yogastudio glitt in der Pandemie in eine unangenehme Flaute. Von Existenzängsten geplagt fand ich in unserem Hausgarten Entspannung und Sinn, was mir neue Perspektiven öffnete. Auch das Internet war auf meiner Seite, führte mich der Algorithmus glücklicherweise von Charles Dowding zu Richard Perkins, Connor Crickmore und natürlich zu JM Fortier. Das Gärtnerinnenfeuer war entfacht und ich pachtete 1500 Quadratmeter Fläche und tat meine ersten Schritte in der Marktgärtnerei.
Was ist dein Schwerpunkt?
Inzwischen hat auch mein Mann seinen Job noch mit 58 Jahren gekündigt und wir bewirtschaften 0,5ha im Vollerwerb. Unser Schwerpunkt ist möglichst Ganzjahresversorgung für den Greiner Stadtmarkt und Abokisten von April bis Dezember. Schnittblumen begleiten uns bereits die 4. Saison, die einerseits als Schnittblumenabos bzw. über den Markt zu den Menschen finden. Abseits der Produktion liegt unser Fokus bei der Anwendung regenerativer Methoden, die im System Marktgärtnerei gut zu integrieren sind. Untersaaten, Zwischenbegrünungen, Intercrops und Mulchen gehören zu unseren aktuellen Eigenstudien in Begleitung eines Beraters.
Wie war eure Saison bisher / Wie seid ihr gestartet?
Wir sind heuer sehr ruhig und planerisch gut vorbereitet in die Saison gestartet, da wir in den Wintermonaten mit keinen größeren Infrastrukturarbeiten beschäftigt waren. Effizienz und Prioritäten setzen ist ein bisschen unsere Leidenschaft, daher sind Gott seid Dank noch keine Überforderungszustände über uns hergefallen. Etwas kritisch empfinden wir die aktuelle Trockenheit. Bewässerungsmodus wie im Hochsommer steht an der Tagesordnung. Inwieweit die Pflanzen nur im Überlebensmodus unterwegs sind und wie weit die Qualität darunter leidet, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Wir hoffen auf Regen.
Welcher Tipp hat dir besonders geholfen? Was möchtest du weitergeben?
Tipps gibt es unendlich viele und spezifisches Wissen kann überall abgefragt werden. In einem Vortrag der Humusbewegung wurden kürzlich die essenziellen Säulen der regenerativen Landwirtschaft vorgestellt. Eine Säule war das GEFÜHL. Diese Aussage macht unsere Arbeit so menschlich und verdeutlicht, wie wichtig es ist, in Beziehung zu gehen. Wir als Gemüsegärtner:innen sind in einem lebendigen Feld aktiv und dies funktioniert nur, wenn wir mit all dem, was da vor unseren Augen lebt, in Beziehung sind.
Welche Fehler würdest du nicht wiederholen? Welche Kultur würdest du nicht mehr anbauen?
Wir haben geglaubt, mit Erdbeeren unser Angebot aufwerten zu können. Auf Folie gesetzt dachten wir, können wir die Arbeit im Zaum halten. Leider entstand darunter ein Mäuseparadies und ohne Folie zählen die Erdbeerbeete nun zu unseren Schmuddelecken. Für eine so kurze Kultur fehlt uns die Motivation mit den Kultivierungsarbeiten dranzubleiben. Außerdem gibt es Marktgärtnerisch betrachtet deutlich wirtschaftlichere Kulturen als Erdbeeren.
Nachgefragt bei Sarah Schmolmüller

Marktgärtnerei:
Wie seid ihr zur Marktgärtnerei gekommen?
Schicksal. Durch die Praxis auf klein-strukturierten Gemüsebaubetrieben, das Schreiben meiner Masterarbeit über Kooperation zwischen Marktgärtnereien und dem Kindheitstraum eine Bäuerin zu sein.
Habt ihr einen Schwerpunkt?
Unsere Spezialität liegt in der Vielfalt. Jedes Jahr ist anders – wir experimentieren und entdecken gerne Neues. Heuer probieren wir erstmals auch Schnittblumen und nützen unser Feld als Veranstaltungsort. Hier findet Begegnung in der Natur statt.
Welchen Tipp würdet ihr gerne mit der Community teilen?
Mir tut es sehr gut, die Einflüsse der Natur anzunehmen, ihre Schönheit zu erkennen auch wenn es nicht in den Plan passt. Ich habe das Gefühl, dass mich das als Mensch stark verändert hat. Die Zusammenarbeit mit der Natur lehrte mich weicher, flexibler und auch gelassener zu sein. Je mehr du ihr vertraust, desto mehr Geborgenheit schenkt sie dir.
Welchen Fehler würdet ihr nicht noch einmal machen?
Nach fünf Jahren Gemüsebau merke ich, dass man manchmal Kulturen pausieren muss, weil sie dich eben enttäuscht haben. Aber Zeit heilt alle Wunden, oder man ist vergesslich – egal. Jedenfalls mache ich die Erfahrung, dass man auch Kulturen die man aufgegeben hat immer wieder probiert – in der Hoffnung: heuer gelingt es uns!
Nachgefragt bei Christoph Meißl
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Ein Vernetzungstreffen an der BOKU und die Bionet Gemüsetagung 2020 haben mich schlussendlich dazu verleitet eine Marktgärtnerei zu gründen. Unser landwirtschaftlicher Familienbetrieb war damals schon breit aufgestellt, aber Gemüse wurde bis dato nur in einem kleinen Bauerngarten zur Selbstversorgung angebaut. Viele Kulturen, die ich in der ersten Saison in meiner Marktgärtnerei angebaut habe, hatte ich vorher selbst noch nicht einmal gegessen bzw. jemals kultiviert.
Wie war deine letzte Saison?
In der Saison 2024 hatte ich erstmals das Unkraut sehr gut unter Kontrolle – ich habe mir jede Woche einen Tag dafür freigehalten. Generell konnte ich mir durch die Erfahrungen der letzten Jahre einen besseren Arbeitsplan über die Saison hinweg erstellen. Was mir sehr viel Stress und unnötige Arbeiten erspart hat. Die meisten Kulturen haben sich sehr gut entwickelt. Auch der Schädlingsdruck, vor allem bei den Brassica-Gewächsen, ist in meiner vierten Saison deutlich zurück gegangen. Ich vermute, dass mein Blühstreifen mit Brassica-Gewächsen dabei geholfen hat die Schädlinge von meinen Kulturen fernzuhalten und Nützlinge förderte.
Welchen Tipp würdest du gerne mit der Community teilen?
Mein Lieblingstipp: nimm dir die 80/20-Regel (Paretoprinzip) zu Herzen. Auch wenn im Beet ein bissl Unkraut stehen bleibt, du hast in 20% der Zeit 80% vom Unkraut entfernt.
Im Laufe des Frühjahres habe ich gerne zwei Kulturen gleichzeitig am Beet stehen z.B. Stupfzwiebeln und Salate. Und noch was: bevor du anfängst Gemüse auf den Beeten zu Pflanzen oder zu Säen – schau drauf, dass deine Infrastruktur fertig ist, sonst wird’s eine lange erste Saison!
Welchen Fehler würdest du nicht noch einmal machen?
Nicht zum Nachmachen geeignet: Meine Marktgärtnerei wurde auf einem Weizenfeld mit einer Untersaat aus Gräsern und Klee gegründet. Der Vorteil daran war, dass ich gleich zu Beginn einen durchwurzelten, intakten und befahrbaren Boden hatte – der Nachteil wurde erst in der nächsten Saison ersichtlich. In der Untersaat waren unter anderem Gräser, welche sich über Ausläufer vermehrten. Die Gräser- und Unkrautbekämpfung in Direktsaaten waren dadurch äußerst zeitintensiv und mit viel händischem Jäten verbunden, auch deswegen, weil die Gräser widerstandsfähiger waren.
Nachgefragt bei Bernhard und Johanna Steinhauszer

Marktgärtnerei:
Wie seid ihr zur Marktgärtnerei gekommen?
Zwei Stadtkinder, die von einem Leben auf dem Land träumen. Zwei Menschen, die sich Gedanken machen, wie sie diese Welt gestalten und hinterlassen wollen. Ein Buch gelesen in der Badewanne, das den Traum zur konkreten Idee werden lässt: „Das ist es! Genau so kann es gehen!“.
Habt ihr einen Schwerpunkt?
In unsere kleinstrukturierten Bio-Landwirtschaft wächst buntes Gemüse, Kräuter und Blumen, ähnlich dem Bauerngarten der früher zur Versorgung der Menschen am Hof üblich war. Mit unserem Marktgarten möchten wir 100 Familien einen Großteil des Jahres mit saisonalem Gemüse versorgen. Zusätzlich dürfen wir unsere Produkte an ausgewählte Gastronomiebetriebe liefern und vor Ort verkaufen.
Welchen Tipp würdet ihr gerne mit der Community teilen?
Wir haben von Anfang an einen Lohn für uns budgetiert und uns auch ausgezahlt. Das ist wichtig um faire Löhne nicht nur zu fordern, sondern auch zu leben. Um das in den ersten Jahren zu schaffen, mussten wir uns Geld ausborgen und konnten das zum Glück mit Privatkrediten machen. Diese haben den Vorteil, dass man sich die Rückzahlungszeitpunkte besser ausmachen kann.
Nutzt, was ihr an Wissen und Können in eurem Freund*innenkreis habt! Die Menschen haben Lust auf Mitsprache, Mithilfe und „Arbeiten mit den Händen“. Seid dabei fair zu ihnen und euch.
Welche Kultur würdet ihr nicht nochmal anbauen?
Es gibt immer wieder Kulturen die sich im Laufe einer Saison als nicht ertragreich oder gut verkaufbar herausstellen. Das heißt aber nicht, dass sie das im nächsten Jahr nicht sein können. Von dem her würden wir keine Kultur gänzlich ausschließen, sondern hoffen, nie die Lust am Lernen und neues auszuprobieren zu verlieren.
Welchen Fehler würdet ihr nicht noch einmal machen?
Wir hatten großes Glück rasch und nahe eine Fläche zu finden, waren aber naiv genug einen befristeten Pachtvertrag zu unterschreiben und sind deswegen gezwungen weiterzuziehen. Unser Pachtgrund ernährt uns aber im wahrsten Sinn des Wortes, diese prekäre Situation hätten wir vermeiden können. Auf einem neuen Grund möchten wir bis ans Ende unserer Berufstätigkeit wirken und gestalten können.
Nachgefragt bei Jakob Katzlinger
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Als ich 2020 die Bionet Gemüsetagung mit Fokus dem Market Gardening besucht habe, wusste ich gleich, dass die Marktgärtnerei etwas ist, von dem ich schon länger geträumt habe. Im Jahr darauf habe ich meinen Job geschmissen und ein Praktikum in einer Marktgärtnerei gemacht.
Habt ihr einen Schwerpunkt?
In der Solawi versuchen wir unsere Mitglieder für 50 Wochen im Jahr mit frischem Gemüse zu versorgen. Unsere Schwerpunkte liegen in der Jahresversorgung und ressourcenschonendem Anbau.
Was war dein Highlight der Saison?
Mein persönliches Highlight war der Versuch mit Strip-Till bei Tomaten, den Boden voller Regenwürmer und Leben bei den Pflanzen in In-Situ Mulch zu sehen.
Welchen Tipp würdest du gerne mit der Community teilen?
Einen Tipp, den ich gleich am Anfang gelernt habe und an den ich mich auch immer wieder selbst erinnern muss, ist ein richtig scharfes Messer zum Ernten zu haben, und es auch immer wieder beim Ernten nachzuschärfen. Wenn man größere Mengen erntet, kann das schon einen richtigen Unterschied in der der Zeit und im Kraftaufwand machen.
Besonders angehenden Marktgärtner*innen würde ich gerne mitgeben bei der Planung ausreichend Platz für Geräte und Maschinen am Beetanfang und -ende einzuplanen und lieber einen breiten Mittelweg als viele kleine Zwischenwege zu haben. Das erspart oft viel Kraft und Ärger.
Nachgefragt bei Johanna Kirnbauer

Marktgärtnerei:
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Einerseits über die Tanja von Tanjas Küchengarten, die mir das erste Mal davon erzählt hat und andererseits über meine Oma, die immer schon Gemüse auf kleinen Flächen und mit einer großen Vielfalt angebaut und das ganze direkt vermarktet hat.
Wie war deine Saison?
Besser als ich mir selber zugetraut hätte. Nicht alle Ideen die ich hatte haben funktioniert, aber ich hatte so viele schöne Erfolgserlebnisse.
Welcher Tipp hat dir geholfen?
Ich glaub den wichtigsten Tipp, den ich von einer lieben Kollegin bekommen habe ist, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass man seine Produkte zu billig verkauft und nicht, dass man zu teuer ist. Dass es eben wichtig ist, dass man sich selber auch fair für die eigene Arbeit bezahlt.
Und ein weiterer Tipp den ich mir selber geben würde ist, dass ich mehr Geduld mit meinen Eltern und meiner Oma brauche. Man kann nicht einfach alles umkrempeln und hoffen, dass alle anderen Generationen auf einem Betrieb mit jeder Entscheidung die man so trifft sofort glücklich sein werden, aber es wird, wenn wir alle mehr Geduld miteinander haben.
Nachgefragt bei Pauli Reiner

Marktgärtnerei:
Wie bist du zur Marktgärtnerei gekommen?
Über mein Studium an der Boku. Ich habe damals einen anderen Blick auf die Landwirtschaft bekommen und mich dadurch mit der Marktgärtnerei beschäftigt.
Habt ihr einen Schwerpunkt?
Unsere Schwerpunktkulturen sind Erdbeeren, Paradeiser und Salate. In Zukunft auch Himbeeren, Obst und Wurzelgemüse.
Wie war die Saison?
Sehr durchwachsen. Die Tomatenernte war heuer eine Katastrophe, unsere Melanzani und Gurken hingegen waren toll.
Welchen Tipp würdest du dir geben, wenn du noch einmal anfangen würdest?
Man muss nicht jede Kultur dauerhaft anbauen, aber sollte möglichst viele einmal ausprobieren. Und man sollte nicht zu streng mit sich selbst sein.
Welche Kultur würdest du nicht noch einmal anbauen?
Prinzipiell baue ich nichts an, was mir nicht auch selbst schmeckt. Ich werde wahrscheinlich nie wieder Kiwano anbauen.








